Anschluss schon in Santiago abgestunken. Sieben Stunden auf dem Flughafen Lima, bis endlich die Maschine aus Costa Rica kommt. Da soll noch einer draus kommen. Die erste Stunde ueberbruecke ich auf dem Fussboden liegend (von dem koennte man essen!) und lausche den bizarren Klaengen des Lost in Translation Soundtracks (auf dem SamPod). Dann gehe ich shoppen. Ein Geschaeft verkauft Alpaca (Lama fuer Arme) “Fashion”. Andernorts hat man sich auf Pisco spezialisiert, wo ich zur Degustation geladen werde. Hugo verkauft Shirts aus chinesischen Sweatshops fuer $120. Wie ueberall. Oder natuerlich die Dutyfreeklassiker Schnapps (auch Ballentino!), Tabak (auch Gallier!), Parfum (auch Tommy!) und Schokolade (auch Lindt!). Einzige Ueberraschung: Auch Putumayo-Scherben stehen zum Verkauf. Ich kaufe nichts.
Das wartende Volk eine bunte Mischung aus spanischen Geschaeftsmaennern in Massanzuegen, peruanischem Jetset, europaeischen Mochileros und einer Yankeespezies, welche mir noch etwas schleierhaft ist: Maenner in Cowboyhut und Latzhose (erster Gedanke: schwul), Frauen in Ordenskleidern (was die Homothese gleich doppelt ueber den Haufen wirft).
Wirklich aergern tu ich mich nicht. Aus Langweile gehe ich trotzdem zum TACA-Schalter und mime den entruesteten Europaer. Meine Forderung: Zugang zur VIP-Lounge oder Businessclass-Upgrade. Der alte Traum. Ernte nur schallendes Gelaechter und werde in die Marlboro Smoking Lounge abgeschoben (mit Internet!).
