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Vallunaraju - zu Berg in der Cordillera Blanca

Nord- und Suedgipfel des Vallunaraju (5680m ueber Meer) in Perus Cordillera Blanca

Richtig, auch in Peru spriessen die Gipfel nur so aus dem Boden. Insbesondere in der Cordillera Blanca, die Schweiz Perus, wo ich derzeit die Stadt Huaraz meine Heimat nenne. In dieser Region (nur 20km breit und 180km lang) befinden sich ueber fuenfzig Berge, welche hoeher als 5700m in den Himmel ragen. Was wuerde sich da mehr anerbieten als eine neuerliche Expedition in luftige Hoehen? (Weiter lesen…)

Peruanerdisko in San Ignacio

Sonntagabend in der peruanischen Kleinstadt San Ignacio: Leergefegte Strassen, traurige Gesichter und verriegelte Tueren? Mitnichten. Hier endet das Wochenende nicht Sonntagnachts sondern Montagmorgens.
Davon konnte ich mich hoechstpersoenlich ueberzeugen. Mit zwei Landesgenossen strich ich durch die Strassen des unspektakulaeren Staedtchen, als unsere Ohren ploetzlich wummernde Baesse und scheppernde Hoehen aus einem schmuddelig ausgeleuchteten Lokal vernahmen. (Weiter lesen…)

Die einsamen Zollbeamten von La Balsa

Grenzuebergang La Balsa zwischen Ecuador und Peru

Nun bin ich also doch noch weitergekommen. Nach letzten Verzoegerungen und dem ueblichen haengen-bleiben im traumhaften Sueden Ecuadors, habe ich gestern Nachmittag die Grenze nach Peru ueberquert.
Die Reise fuehrte ueber den Grenzposten La Balsa. Grenzposten ist eigentlich uebertrieben. La Balsa ist derart abgelegen und die Reise so kompliziert, dass nur wenige vernuenftige Menschen den langen und beschwerlichen Weg auf sich nehmen. Unter anderem vier Schweizer, zu denen ich mich gesellte. Es gaebe uebrigens auch richtige Grenzuebergaenge zwischen Ecuador und Peru, mit geteerten Strassen, Schlagbaum und allem was dazugehoert. Ich weiss wirklich nicht weshalb ich ueber La Balsa reiste. (Weiter lesen…)

Nueve de Octubre in Guayaquil

Am 9. Oktober 2007 auf dem Malecon in Guayaquil

90 Tage Ecuador
22 Jahre auf der Kugel
40 Jahre Che Guevara über dem Jordan
187 Jahre freie Stadt Guayaquil

Leyseca: Ein Land sitzt auf dem Trockenen

Warten auf den Wahltag in Cuenca

Sonntags wird gewaehlt in Ecuador. Bedeutet: seit Gestern herrscht die Leyseca (frei uebersetz: trockenes Gesetz). Von Donnerstag bis Sonntag darf keiner im Lande Alkohol trinken. Nuechtern an die Urne lautet die Devise. Bars und Discotheken sind geschlossen. Heerscharen junger Maenner und Frauen (die schoensten im Lande) schwadronieren  zur Stunde durch die Gassen von Cuenca und wissen nicht was mit der freien Zeit anzustellen ist. Einige haben ihre Alkoholreserver inhouse rechtzeitig aufgestockt und geben sich jetzt zu Hause die Kante (was ebenfalls verboten ist). Andere wiederum versuchen in den kleinen Geschaeften mit Guetern des taeglichen Gebrauchs (wozu meistens auch ein ordentliches Spiritusarsenal zaehlt) eine Bottle unter der Hand zu erwerben, was fast unmoeglich ist. Wer sauft kommt in den Knast. Wer verkauft sowieso. Dies wird durch Militaer- und Polizeipraesenz rigoros durchgesetzt.

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Am Clasico de Sangre in Guayaquil

Im Estadio Monumental von Barcelona Guayaquil

Fussball. Selbstverstaendlich auch im Land an der Aequatorlinie ein grosses Thema. Als nicht gerade erfolgsverwoehnter FC Aarau-Anhaenger (und Mitglied der gefuerchteten Curva-Nord) freute ich mich natuerlich schon Monate vor meiner Reise auf Fussballspektakel in suedamerikanischen Hexenkesseln.
Meine Studien zur ecuadorianischen Fussballlandschaft starteten in Quito, wo ich Partien der Stadtclubs Nacional Quito (verpflichten nur ecuadorianische Spieler) und Liga Deportivo Universidad Quito (haben am meisten Knete) scoutete. Das Gebotene auf dem Platz vermochte mich durchaus zu begeistern. Erwartungsgemaess waren die Partien offener, technischer, torreicher - kurz: spektakulaerer. Ebenfalls stets vorhanden war der Mut zum Schuss, was mich (der traumatisierte und verhinderte FCA-Sturm im Hinterkopf) natuerlich besonders freute.
Was mich hingegen eher enttaeuschte waren die Geschehnisse neben dem Feld. Da war nicht soviel los wie erhofft. Alles ging ziemlich gepflegt ueber die Buehne und die einzige kritische Situation ging von meiner Seite aus, als ich beim Liga-Heimspiel bei einem gegnerischen Treffer lauthals jubelte. Inmitten der Liga-Ultras.
Nun, meine Tage in Quito sind bekanntlich gezaehlt und ich schwadroniere derzeit an der Kueste rum. Natuerlich besuchte ich auch die groesste Stadt Ecuadors, Guayaquil. Ein Thema fuer sich. Im Taxi vom Terminal zu meiner Absteige erkundigte ich mich nach den Moeglichkeiten zur fussballerischen Live-Unterhaltung an diesem Wochenende, worauf mir der Fahrer erfreut mitteilte, dass Sonntags das grosse Derby (el clasico del astillero) zwischen den Stadtclubs Barcelona Guayaquil und Emelec Guayaquil steige. Seine dringende Empfehlung lautete: Nicht gehen. Ich ging. Es war der helle Wahnsinn. (Weiter lesen…)

Dschungelfieber in Cuyabeno

Im Cuyabeno Regenwald nahe der kolumbianischen und peruanischen Grenze

Ecuador ist ein vielfaeltiges Land. Nachdem ich an dieser Stelle bereits aus Berg- wie auch aus Kuestenregion Bericht erstattete, war die Zeit reif fuer einen Abstecher in die dritte geographische Zone Ecuadors, das Amazonas-Tiefland.
Im sogenannten Oriente befinden sich riesige Regenwaelder mit Fluessen, welche allesamt in den Amazonas muenden. Die Gegend erlangte einerseits Beruehmtheit durch seine ueppige Flora, die immense Artenvielfalt und seine indigenen Ureinwohner, andererseits leider auch durch einige der groessten Erdoel-Katastrophen unserer Zeit, Grenzkonflikte mit Kolumbien und Peru sowie der Rodung geschuetzter Waelder. (Weiter lesen…)

1:0 fuer den Cotopaxi

Der Cotopaxi (5897m ueber Meer) vom Gipfel des Illiniza Norte aus betrachtet.

Fuenf Wochen Quito sind genug - sagte ich mir letzten Sonntag und machte mich auf Land und Leute ausserhalb der Hauptsatdt zu erkunden. Doch erst hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes Grosses vor: Ich wollte den Cotopaxi, zweithoechster Berg Ecuadors und aktiver Vulkan, besteigen.
Mit 5897m Hoehe ist er zwar alles andere als niederig, gilt aber als technisch einfacher Berg. Kletterpartien sind im Gegensatz zum Illiniza Norte nicht von Noeten, allerdings werden Steigeisen und Eispickel benoetigt um sich ueberhaupt auf dem Gletscher bewegen zu koennen.
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Der Busdoktor

Im Bus. Wie immer herrscht waehrend der Fahrt reger Betrieb. Kinder, Alte, Penner und Fluechtlinge steigen in der Hoffnung zu einige Centavos zu verdienen.
Taetig sind sie in den verschiedensten Geschaeftsfeldern: Waehrend sich die Strassenkinder hauptsaechlich im Verkauf von Suessigkeiten betaetigen, erzaehlen die kolumbianischen Familienvaetter, Kleinkind auf der Schulter, ihre Lebensgeschichte sowie die Geschichte ihres Landes und hoffen dann auf einige Almosen. Auch von mehr oder minder begabten Musikanten werden die Passagiere des oefteren beglueckt. Singende Frauen, Jungs welche zu pumpenden Raeggaton Beats rappen, Musikstudenten. Das volle Spektrum der Strasse eben.
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Von weissen Villen und schwarzer Pein in Casablanca

Casablanca

Raus aus der Stadt, ab an den Strand. Einige Tage Pazifik, Sand und Palmen. Wer koennte da schon nein sagen. Die Reise fuehrt nach Casablanca, Esmeraldas. Die schwarze Provinz Ecuadors. (Weiter lesen…)